TSV Leuna Abteilung Leichtathletik
Stadion des Friedens in Leuna Trainingslager in Thalheim 2009 Training im Trainingslager 2009 Das jährlich stattfindende Pfingstsportfest in Leuna Siegfried Zschiegner, Trainer in Leuna Lauftraining in Trainingslager Vereinsheim des TSV Leuna Die Trainer im Trainingslager 2009 Leichtathleten beim Sportlerball
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Vorstellung der Stadt, des Vereins und der Abteilung Leichtathletik
Die Stadt Leuna
Die Industrie- und Gartenstadt Leuna liegt im südlichen Sachsen-Anhalt im Kreis Merseburg-Querfurt. Weltweit bekannt ist das idyllische, ca. 7400 Einwohner zählende, Städtchen durch seinen Chemiestandort und die modernste Erdölraffinerie Europas. Vor der politischen Wende stellte das Chemiekombinat mit seinen 30.000 Arbeitsplätzen das größte seiner Art in der ganzen DDR dar.
[ Mehr Informationen auf www.leuna-stadt.de ]
Der Verein TSV Leuna 1919 e.V.
Dies spiegelte sich auch immer im Sport nieder. Von Anfang an erhielt der 1919 gegründete Sportverein die volle materielle und finanzielle Unterstützung des Kombinates. So entwickelte sich der Sportverein schon vor dem zweiten Weltkrieg zu einem der führenden Vereine in Deutschland, dessen Mitglieder es sogar zu Medaillen bei Olympischen Spielen brachten.
Unter dem Namen BSG Chemie Leuna wurde die Tradition ab Ende der vierziger Jahre weiter geführt. Durch die systematische Förderung spielte der Verein in vielen Sportarten im DDR-Maßstab eine tragende Rolle. Teilweise gehörten dem Verein weit über 2000 Mitglieder in über zwanzig Sportarten an.
Nach der Wende brach, wie für alle anderen Vereine auch, in Leuna eine schwere Zeit an. Aber anders als in anderen Städten, fiel der Verein nicht in seine Abteilungen auseinander, sondern blieb immer als Gesamtverein bestehen. Über die Stationen TSG Chemie Leuna und TSG Leuna bekam der TSV Leuna 1919 e.V. Mitte der neunziger Jahre seinen ursprünglichen Gründungsnamen zurück.
Mit der Wahl von Eberhard Klotz zum Vereinsvorsitzenden 1998 kam auch der lang ersehnte Aufschwung. Unter seiner Regie wurde ein beispielloses Sportstättenkonzept auf den Weg gebracht, vom welchem jede andere Gemeinde nur träumen kann. So entstanden kurz nacheinander eine Mehrzweckhalle und ein Hockeystadion. Nach der Modernisierung des Tennisheims kam der für uns Leichtathleten wichtigste und schönste Punkt: Die Leichtathletikanlagen des Leunaer Stadion des Friedens wurden 2002 komplett saniert und im Rahmen eines Sportfestes im September an die Sportler übergeben. Dadurch verfügen die Leichtahtleten nun über eine moderne Trainings-und Wettkampfstätte.
Aktuell zählt der TSV Leuna über 1100 Mitglieder in 17 Abteilungen und Sportgruppen. Damit ist er der mit Abstand größte Sportverein im Landkreis Merseburg-Querfurt.
[ Mehr Informationen auf www.tsv-leuna.net ]
Die Abteilung Leichtathletik
Der Abteilung Leichtathletik gehören zur Zeit etwa 40 Mitglieder an. Sie werden durch den fachkundigen Trainer Siegfried Zschiegner trainiert und betreut. Im Wettkampf bildet die Abteilung gemeinsam mit den Leichtathletikabteilungen der Vereine SV Braunsbedra und MSV Buna Schkopau die Startgemeinschaft LG Merseburg. Trotzdem bleiben alle drei Abteilungen in sich selbständig.
Geschichte der Leichtathletik in Leuna
Durch die Freigabe der Leichtathletik über den städtischen Raum hinaus, bildete sich 1949 auch in Leuna wieder eine arbeitsfähige Sektion Leichtathletik. Unter der Leitung von Hermann Koch baute man innerhalb kurzer Zeit die komplette Struktur im Training- und Wettkampfwesen wieder auf. Ihm zur Seite standen gestandene Leute wie Werner Kasche und Walter Fuckert, welcher noch fünfzig Jahre später Schlagzeilen im Trikot des TSV Leuna machen sollte. Unter dem engagierten Kinder- und Jugendtrainer Koch errang man auf Bezirksebene viele Erfolge und stand den Sportlern aus Halle in nichts nach. Anfang der Fünfziger Jahre begann man in Leuna mit der Ausrichtung von Werksspartakiaden mit mehreren tausend Teilnehmern jährlich. Dabei bildeten die Leichtathleten mit dem damals neu erbauten Stadion eine tragende Säule. Dies wirkte sich natürlich auch positiv auf die Entwicklung der Leunaer Leichtathletik aus.
Im folgenden gelang es 1956, mit Harry Franke den ersten hauptamtlichen Trainer zu verpflichten. Unter seinem Weggang nur zwei Jahre später litt die gesamte Entwicklung. Bis zum Jahr 1963 ging die Mitgliederzahl stetig auf damals bescheidene 26 Mitglieder zurück. Walter Fuckert war es zu verdanken, dass dieser Entwicklung ein Ende gesetzt wurde. Auf sein Wirken hin wurde ein Initiativausschuss der Leichtathletikfreunde gegründet, welchem hochrangige Personen aus Politik und Sport angehörten. Diesen gelang es, dass wieder eine hauptamtliche Trainerstelle geschaffen werden konnte. Diese wurde mit Günter Malcher besetzt, einem Stabhochspringer und Olympiateilnehmer in Rom 1960. Dadurch konnte man den Mitgliederrückgang stoppen und eine qualitativ hochwertige Kinder- und Jugendarbeit absichern. Während der Erwachsenensport leider weiter zurückging, bildete sich eine immer stärker werdende Seniorensportgruppe heraus. Diese Aktiven der Jahrgänge 1910-15 waren es, welche das Gesicht der Sektion für über ein Jahrzehn prägten und die Leunaer Leichtathletik auch über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt machten. Sie nahmen in den Jahren 1953 bis 1968 an den Mannschaftsmehrkampfmeisterschaften der Senioren teil, und errangen dabei sechs mal den Titel des DDR-Meisters und belegten fünf mal den zweiten Platz.
In den folgenden Jahren schafften regelmäßig talentierte Sportler den Sprung an die KJS in Halle. Im Seniorenbereich war es erneut Walter Fuckert, welcher die sportlichen Höhepunkte setzte. So gewann er 1974 und 1979 den Titel des DDR-Meisters im olympischen Dreikampf.
Einen wesentlichen Schub bekam die Nachwuchsarbeit in den achtziger Jahren, als unser heutiger Trainer und Abteilungsleiter Siegfried Zschiegner nach Leuna kam. Unter ihm begann auch Leunas berühmteste Athletin ihre Karriere. Uta Rohländer gewann noch im Trikot der BSG Chemie Leuna ihre erste DDR-Spartakiade, ehe sie nach Halle wechselte.
Über die Station einer zweifachen Junioreneuropameisterin 1987 entwickelte sie sich unter dem heutigen Bundestrainer Harald Werner zu einer besten deutschen 400m-Läuferin der 90er Jahre in Deutschland. Nachdem sie bei der WM ´91 in Tokio und den Olympischen Spielen ´96 jeweils Bronze errang, krönte sie ihre Karriere 1997: Nur einen Tag nach dem 50.Geburtstag ihres ersten Trainers Siegfried Zschiegner gewann sie mit der Staffel den Weltmeistertitel.
Nach der politischen Wende in Deutschland mussten auch die Leichtathleten wie viele andere Vereine einen herben Mitgliederrückgang verkraften. Nur wenige Erwachsene blieben der Abteilung erhalten, und hielten diese am Leben.
Währenddessen war es wieder einmal Walter Fuckert, welcher für Furore sorgte. 1991, im stolzen Alter von 81 Jahren, nahm er an den Seniorenweltmeisterschaften in Turku/ Finnland teil. Dort belegte er in seiner Altersklasse M 80 Platz 4 im Weitsprung und Platz 5 im Sprint.
Sechs Jahre später schließlich krönte er, 87-jährig, seine sagenhafte Karriere mit einem Start bei der Weltmeisterschaft der Senioren in Durban/ Südafrika.
Inzwischen gehören ungefähr 40 Mitglieder der Abteilung Leichtathletik des TSV Leuna an. Seit der Fertigstellung der Sporthalle Leuna und der langersehnten Übergabe des Leunar Stadion des Friedens im September 2002 verfügen die Athleten über beste Trainings- und Wettkampfbedingungen.